|
Kleine
Festivals, die nur einen Tag dauern sind in letzter Zeit echt mein Ding! So auch
das UNITED METALHEADS FESTIVAL in Wuppertal, welches mit Eintrittspreise von
6,60 € (VVK) und 8,50 € (AK) in dieser Zeit wohl absolut einmalig sein dürfte!
Die Bands spielten ohne Gage und konnten auf circa 550 Gäste treffen.
Als wir mit unseren Freunden von den Metalheads Remigiusland, die REBELLION im
April 2006 als Headliner ihres Festivals haben, in Wuppertal nach kurzer
Kurverei durch die Stadt in der Börse ankamen, war es kurz nach 19:00 Uhr und
ATAVISM hatten leider schon gespielt.
LIGEIA um Frontfrau Dani Unglert spielten schon mit "Walpurgis Night" auf und
gaben richtig Gas. Hingucker war natürlich Frontblondine Dani, die wie eine
jüngere Version von Doro Pesch wirkte und recht gut mit ihrer Stimme rüberkam.
Aber auch Bassist Michael Sommer und Gitarrist Jörg Mayer legten sich ins Zeug
und waren genauso wie Dani oft in Bewegung. Optisch hatte Dani natürlich wegen
dem sehr metallisch und auch knappen Outfit mit blonder Wallemähne die Augen auf
sich gerichtet und konnte sich gut in Pose setzen. 100% Metal mit vielen
Elementen aus den guten 80ern, der einen Tick frischer als auf dem ordentlichen
Debüt "Gloria" rüberkam. Bin mal auf das Zweitwerk gespannt.
Tracklist LIGEIA:
Walpurgis Night, Heaven Is Hell, Maid Of Orleans, Gloria, Mistress Of The Night,
Nevermore, Beyond The Sky, Thunderstorm, Children Of The Lost,Last Desire
Nach der obligatorischen Umbaupause entern THE MYSTERY die Bühne, ein junges
Quartett, welches von einem der Macher - Mario Decher - gemanaget wird und über
Lokalmatadoren-Status verfügt. Vor der Bühne war echt viel los und dabei war es
zur früher Stunde bei LIGEIA schon nicht leer. THE MYSTERY geben auch direkt Gas
und wirken auf mich gigantisch! Das kann auch daran liegen, dass ich die
gutklassigen Songs endlich mal in besserem Sound als auf der bald erscheinenden
CD "Scars" zu hören kann, die vom Sound echt nicht doll ist. Live zeigten die
Männer um die wirklich begabte Sängerin Denise Olbrich, dass man hungrig ist und
so toppten sie den nicht schlechten Auftritt von LIGEIA mit links! Besonders
Gitarrist Alex Martin war hinter seiner Sonnenbrille der Spaß an der Sache
anzusehen und fegte von einer Bühnenseite zur anderen oder suchte den Kontakt
zum Publikum. Die Idee mit der Brille kann aber auch gut sein, wenn man nicht
erkannt werden möchte. Ich saß neben später dem Mann und habe ihn erst nicht
erkannt (Nein, es war nicht der Alk, liebe Kollegen!) Insgesamt waren THE
MYSTERY, übrigens auch nur mit einer Gitarre und ohne Keyboarder, etwas moderner
ausgerichtet als LIGEIA und werden mit Sicherheit mit ihrem melodischen Metal
ihren Weg gehen!
Tracklist THE MYSTERY:
Fading away, 1.000.000 light years away, Restless heart, Ignore the signs, Scars,
Another day in hell, Broken, Facing the storm, Running from the law, Revolution
,Everytime, Inside my heart ,Schizophrenia ,Revenge
Nun erklommen endlich REBELLION die Bühne, auf die ich sehr gespannt war, da ich
die Combo noch nie live erlebt habe und schon immer sehen wollte. Gitarrist
Björn Eilen wird die nächste Zeit nicht live spielen können, da er Gehörprobleme
hat. Seine Vertretung war die Gitarristin Simone Wenzel. Diese machte bei dem
Gig einen schüchternen Eindruck aber einen ordentlichen Job, wobei die
Frontmänner klar Mike Seifert (Gesang) und der mächtig schwitzende Dauergrinser
Thomas Göttlich (Bass) waren, die von Leadgitarrist Uwe Lulis immer die Riffs um
die Ohren geballert bekamen. Frontmann Mike war mit Patronengurt, Ledermantel
und hohem Wuchs optisch ein respektabler Metalfrontmann, der es auch mit den
richtigen Posen und Gesten schaffte, das angeheizte Publikum auf die
Rebellenseite zu ziehen. Stimmlich hatte er sich gut gemacht und kann
hoffentlich bald die vakante Lücke von Matt Barlow in der Szene einnehmen.
REBELLION waren somit ganz klar der Sieger des Abends und spielten mit leichten
Augenmerk auf die neue Platte einen ausgewogenen Mix der drei Scheiben und man
konnte ihnen kaum anmerken, dass sie seit Februar keine Gigs mehr absolviert
hatten. Auch wenn der Sound nicht prall war ein toller Gig, den MAJESTY nicht
übertreffen konnten.
Tracklist
REBELLION:
intro, ynglinga saga, eric the red, dragon slayer, the prophecy, ragnhilds dream,
born a rebel, through the fire, dragon fly 90, harald hardrade, canute the great,
letters of blood rebellion, disdaining forture
MAJESTY waren natürlich ein würdiger Headliner und gaben wie immer alles, aber
ich denke das Außergewöhnlichste war der drahtig-schlanke Frontmann. Nein, die
Band hat keinen neuen Sänger, Tarek Maghary hat nach dem Verlust einiger Kilos
und der Schenkelbürste im Gesicht einfach weiter gemacht und ist kaum wieder zu
erkennen. Da sollte er die olle Lederweste besser gegen ein enges Shirt
tauschen. Der Rest der Band wirkte wie bei meinem letzten Gig der Band auf dem "Headbangers
Night Festival" äußerst motiviert-agil und besonders Leadgitarrist Rolf Munkes
schien in den Solos aufzugehen, doch die Fans waren leider schon
unverständlicherweise weniger geworden, aber trotzdem wurden MAJESTY noch
gebührend gefeiert. Auch wenn ich gut einen im Tee hatte, war ich froh, dass die
ganz üblen Klischeeansagen nun nicht mehr kommen und man lieber die Musik
sprechen ließ. Guter Gig mit dem Überraschungssong "The Last Revolution". Auf
das für 2006 angekündigte Album bin ich mehr als gespannt: Hail To MAJESTY!
Tracklist MAJESTY:
Intro, Reign in Glory, Hail to Majesty, Heavy Metal Battlecry, Into the
Stadiums, Last Revolution, Epic War, Troopers of Steel, We will ride (acoustic),
Metal Law, Ride and fight, Sword & Sorcery, Fields of War, Son of Metal Keep it
true/Metal to the metalheads- Medley
Fazit: Geiler Abend, geiler Laden, geiler Eintrittspreis, limitierte günstige
Shirts und nette Leute. Wie sagt Arnie doch immer: "I'll be back!" Das nenne ich
'nen echt fanfreundlichen Abend!
|