HISTORY

LIVE REVIEW ZUM
UNITED METALHEADS FESTIVAL 2005


Redaktion BREAK OUT MAGAZIN:
Konzertbericht von Thorsten Dietrich
Freitag 02. September 2005 – Börse, Wuppertal
(Quelle: www.breakoutmagazin.de)
 

Kleine Festivals, die nur einen Tag dauern sind in letzter Zeit echt mein Ding! So auch das UNITED METALHEADS FESTIVAL in Wuppertal, welches mit Eintrittspreise von 6,60 € (VVK) und 8,50 € (AK) in dieser Zeit wohl absolut einmalig sein dürfte! Die Bands spielten ohne Gage und konnten auf circa 550 Gäste treffen.


Als wir mit unseren Freunden von den Metalheads Remigiusland, die REBELLION im April 2006 als Headliner ihres Festivals haben, in Wuppertal nach kurzer Kurverei durch die Stadt in der Börse ankamen, war es kurz nach 19:00 Uhr und ATAVISM hatten leider schon gespielt.

LIGEIA um Frontfrau Dani Unglert spielten schon mit "Walpurgis Night" auf und gaben richtig Gas. Hingucker war natürlich Frontblondine Dani, die wie eine jüngere Version von Doro Pesch wirkte und recht gut mit ihrer Stimme rüberkam. Aber auch Bassist Michael Sommer und Gitarrist Jörg Mayer legten sich ins Zeug und waren genauso wie Dani oft in Bewegung. Optisch hatte Dani natürlich wegen dem sehr metallisch und auch knappen Outfit mit blonder Wallemähne die Augen auf sich gerichtet und konnte sich gut in Pose setzen. 100% Metal mit vielen Elementen aus den guten 80ern, der einen Tick frischer als auf dem ordentlichen Debüt "Gloria" rüberkam. Bin mal auf das Zweitwerk gespannt.


Tracklist LIGEIA:


Walpurgis Night, Heaven Is Hell, Maid Of Orleans, Gloria, Mistress Of The Night, Nevermore, Beyond The Sky, Thunderstorm, Children Of The Lost,Last Desire


Nach der obligatorischen Umbaupause entern THE MYSTERY die Bühne, ein junges Quartett, welches von einem der Macher - Mario Decher - gemanaget wird und über Lokalmatadoren-Status verfügt. Vor der Bühne war echt viel los und dabei war es zur früher Stunde bei LIGEIA schon nicht leer. THE MYSTERY geben auch direkt Gas und wirken auf mich gigantisch! Das kann auch daran liegen, dass ich die gutklassigen Songs endlich mal in besserem Sound als auf der bald erscheinenden CD "Scars" zu hören kann, die vom Sound echt nicht doll ist. Live zeigten die Männer um die wirklich begabte Sängerin Denise Olbrich, dass man hungrig ist und so toppten sie den nicht schlechten Auftritt von LIGEIA mit links! Besonders Gitarrist Alex Martin war hinter seiner Sonnenbrille der Spaß an der Sache anzusehen und fegte von einer Bühnenseite zur anderen oder suchte den Kontakt zum Publikum. Die Idee mit der Brille kann aber auch gut sein, wenn man nicht erkannt werden möchte. Ich saß neben später dem Mann und habe ihn erst nicht erkannt  (Nein, es war nicht der Alk, liebe Kollegen!) Insgesamt waren THE MYSTERY, übrigens auch nur mit einer Gitarre und ohne Keyboarder, etwas moderner ausgerichtet als LIGEIA und werden mit Sicherheit mit ihrem melodischen Metal ihren Weg gehen!


Tracklist THE MYSTERY:


Fading away, 1.000.000 light years away, Restless heart, Ignore the signs, Scars, Another day in hell, Broken, Facing the storm, Running from the law, Revolution ,Everytime, Inside my heart ,Schizophrenia ,Revenge


Nun erklommen endlich REBELLION die Bühne, auf die ich sehr gespannt war, da ich die Combo noch nie live erlebt habe und schon immer sehen wollte. Gitarrist Björn Eilen wird die nächste Zeit nicht live spielen können, da er Gehörprobleme hat. Seine Vertretung war die Gitarristin Simone Wenzel. Diese machte bei dem Gig einen schüchternen Eindruck aber einen ordentlichen Job, wobei die Frontmänner klar Mike Seifert (Gesang) und der mächtig schwitzende Dauergrinser Thomas Göttlich (Bass) waren, die von Leadgitarrist Uwe Lulis immer die Riffs um die Ohren geballert bekamen. Frontmann Mike war mit Patronengurt, Ledermantel und hohem Wuchs optisch ein respektabler Metalfrontmann, der es auch mit den richtigen Posen und Gesten schaffte, das angeheizte Publikum auf die Rebellenseite zu ziehen. Stimmlich hatte er sich gut gemacht und kann hoffentlich bald die vakante Lücke von Matt Barlow in der Szene einnehmen. REBELLION waren somit ganz klar der Sieger des Abends und spielten mit leichten Augenmerk auf die neue Platte einen ausgewogenen Mix der drei Scheiben und man konnte ihnen kaum anmerken, dass sie seit Februar keine Gigs mehr absolviert hatten. Auch wenn der Sound nicht prall war ein toller Gig, den MAJESTY nicht übertreffen konnten.
 

Tracklist REBELLION:


intro, ynglinga saga, eric the red, dragon slayer, the prophecy, ragnhilds dream, born a rebel, through the fire, dragon fly 90, harald hardrade, canute the great, letters of blood rebellion, disdaining forture


MAJESTY waren natürlich ein würdiger Headliner und gaben wie immer alles, aber ich denke das Außergewöhnlichste war der drahtig-schlanke Frontmann. Nein, die Band hat keinen neuen Sänger, Tarek Maghary hat nach dem Verlust einiger Kilos und der Schenkelbürste im Gesicht einfach weiter gemacht und ist kaum wieder zu erkennen. Da sollte er die olle Lederweste besser gegen ein enges Shirt tauschen. Der Rest der Band wirkte wie bei meinem letzten Gig der Band auf dem "Headbangers Night Festival" äußerst motiviert-agil und besonders Leadgitarrist Rolf Munkes schien in den Solos aufzugehen, doch die Fans waren leider schon unverständlicherweise weniger geworden, aber trotzdem wurden MAJESTY noch gebührend gefeiert. Auch wenn ich gut einen im Tee hatte, war ich froh, dass die ganz üblen Klischeeansagen nun nicht mehr kommen und man lieber die Musik sprechen ließ. Guter Gig mit dem Überraschungssong "The Last Revolution".  Auf das für 2006 angekündigte Album bin ich mehr als gespannt: Hail To MAJESTY!


Tracklist MAJESTY:


Intro, Reign in Glory, Hail to Majesty, Heavy Metal Battlecry, Into the Stadiums, Last Revolution, Epic War, Troopers of Steel, We will ride (acoustic), Metal Law, Ride and fight, Sword & Sorcery, Fields of War, Son of Metal Keep it true/Metal to the metalheads- Medley


Fazit: Geiler Abend, geiler Laden, geiler Eintrittspreis, limitierte günstige Shirts und nette Leute. Wie sagt Arnie doch immer: "I'll be back!" Das nenne ich 'nen echt fanfreundlichen Abend!

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